Die meisten Separations-Tools zerlegen einen ganzen Song in vier oder fünf grobe Bestandteile, und die Drums sind davon nur einer. ReStem richtet seine ganze Aufmerksamkeit stattdessen auf das Kit. Du bekommst Kick, Snare, Hi-Hat, Toms, Ride und Crash auf getrennten Stems, dazu einen siebten Stem für alles in der Aufnahme, was nicht zum Schlagzeug gehört.
Der Other-Stem fängt alles Übrige aus der Aufnahme auf – Gitarren, Vocals, Raumgrummeln oder den Sänger, der einzählt. Nichts davon wird weggeworfen: Du kannst es jederzeit hören, soloschalten und behalten.
Der Qualitätsmodus „Good“ trennt die Drums live, während deine Session läuft. Mit nur 360 ms Latenz kannst du ReStem in Echtzeit einsetzen, während du mischst. Deine DAW gleicht die Latenz automatisch aus, sodass alles exakt zusammenpasst.
Die beiden Offline-Modi tauschen ein wenig Tempo gegen mehr Qualität. „Better“ rendert die komplette Datei und klingt sauberer als der Live-Modus. „Best“ liefert das Beste, was geht: Es braucht mehr Zeit, kommt dafür aber auch mit Material zurecht, in dem viel Übersprechen von anderen Instrumenten steckt.

Die Drums werden getrennt, während die Spur läuft – die Stems sind sofort zu hören. Schneller kommst du nicht ans Ziel.
Rendert die komplette Datei und liefert sauberere Ergebnisse, als der Live-Modus sie hinbekommt. Und das doppelt so schnell wie in der ReStem-Vorgängerversion.
Die beste Qualität, die ReStem zu bieten hat. Der Modus braucht etwas länger, schlägt sich dafür aber gerade bei unaufgeräumten Aufnahmen mit viel Übersprechen von anderen Instrumenten am besten.
Die Separation Map gibt jedem Instrument sein eigenes Sternbild, das bei jedem erkannten Schlag aufleuchtet. Die Anordnung folgt dem Klang des Kits: tiefere Drums liegen weiter links, hellere weiter rechts, härtere Schläge steigen nach oben, und breitere Klänge bilden breitere Sternenwolken. So siehst du auf einen Blick, was ReStem 2 aus der Aufnahme herausgelöst hat – und als Bildschirmschoner macht sie sich ziemlich gut, wenn die Band den Raum betritt.

Jeder Stem hat Gain, Mute und Solo – genug, um die Balance direkt im Plugin schnell zurechtzurücken. Wenn du weiter willst, holst du dir das getrennte Kit als komplette Multitrack-Session heraus: In Pro Tools speist jeder Stem seinen eigenen Ausgangsbus, in jeder anderen DAW ziehst du die fertigen Stems einfach auf eigene Spuren.

Offline-Renderings laufen in einem eigenen Prozess auf deinem Rechner, sauber getrennt von der DAW – deine Session spielt also flüssig weiter, während die Stems entstehen. Auf Macs mit Apple Silicon läuft das Rendering über Metal auf der GPU, was die Trennung extrem schnell macht; unter Windows übernehmen NVIDIA-Karten ab der RTX-20- und GTX-16-Serie. Ältere Rechner und alle Systeme ohne unterstützte GPU rendern stattdessen auf der CPU. Das dauert länger, am Ende steht aber exakt dieselbe Qualität.