Die Drums zu trennen ist nur der erste Schritt. Danach bekommt jeder Stem sein eigenes Rack. Auf jedem Instrument sitzen ein Look-Ahead Noise Gate und ein Transient Shaper, und jeder Stem kann MIDI senden. Bei Kick und Snare kommen das Drumagog-Replacement und ein Transient Restorer dazu. Arbeit, für die früher ein ganzer Ordner voller Plugins nötig war, passiert jetzt in einem einzigen Fenster.

Selbst nach einer sauberen Trennung bleibt in den Lücken zwischen den Schlägen manchmal etwas Übersprechen übrig. Das eingebaute Gate schaut 10 ms voraus und ist deshalb längst offen, wenn der Schlag tatsächlich eintrifft. Die Wellenform färbt sich live rot, sobald das Gate geschlossen ist – du siehst also sofort, was es gerade tut.

Jeder Stem hat einen Attack- und einen Sustain-Regler. Damit straffst du ein wummerndes Floortom, nimmst einem spitzen Ride die Härte oder holst den Körper unter dem Knall der Snare hervor. Der Shaper erzeugt keine Latenz und verschiebt keinen Schlag im Timing.
Wenn ein Kit auf Stereo heruntergemischt wird, verliert die Vorderkante von Kick oder Snare manchmal ihre Schärfe – und beim Heraustrennen kommt sie nicht von allein zurück. Der Restorer baut den Anschlag wieder auf, und mit Tone und Strength formst du ihn nach. Das ist der Unterschied zwischen einer Snare, die die Trennung bloß überlebt hat, und einer, die immer noch knallt.

Gain, Mute und Solo erledigen die schnellen Handgriffe, ohne dass du das Plugin verlässt. Wenn es an den richtigen Mix geht, kannst du in Pro Tools jeden Stem auf eine eigene Pro-Tools-Spur routen. Von dort aus gibt es Parallelkompression, Hall-Sends und alles andere, was dein Template mit echten Multitracks anstellt. Arbeitest du in einer anderen DAW, ziehst du die fertigen Stems mit ReStem einfach auf separate Spuren.

In der Standalone-App schreibt der Export-Button entweder die roh getrennten Stems oder die Stems, nachdem sie durch ReStems Effekt-Rack gelaufen sind. Hast du MIDI Output genutzt (nur Pro), landet zusätzlich eine fertige MIDI-Datei im Ordner. Ausgegeben wird als WAV oder FLAC mit 24 Bit.
